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Mittenwald in Oberbayern, damals hatten noch fast alle Häuser ein Schindeldach., © Alpenwelt Karwendel | Franz-Paul Reindl

Ortsgeschichte Mittenwald

„ougmoint“ – bemalt sind viele Häuser im historischen Ortskern, rund um die Fußgängerzone von Mittenwald. Die sogenannten Lüftlmalerein zeigen Alltagszenen aus Zeiten des Bozner Marktes, erzählen vom Geigenbau oder der Flößerei. Der Ort liegt an einer der ältesten römischen Handelsstraßen und wurde vor etwas mehr als 900 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Bis zur Säkularisation im Jahr 1802 gehörte Mittenwald zur Grafschaft Werdenfels und damit nicht zu Bayern sondern war direkt dem Bistum Freising unterstellt. 1487 bis 1679 war die Zeit des Bozner Marktes. Nach einem Streit mit den Stadtherren von Bozen verlegten die damals mächtigen venezianischen Kaufleute ihren Markt kurzerhand nach Mittenwald. So wurde der Ort zum Umschlagplatz für Waren aus aller Welt und erlebte eine Goldene Zeit. Auch der Geigenbau hat eine lange Tradition. Matthias Klotz erlernte dieses Handwerk im italienischen Padua. Seit seiner Rückkehr im Jahr 1684 ist die Geige fest mit der Ortsgeschichte verbunden.

Geschichte erleben

Der Mittenwalder Obermarkt lädt zum Verweilen ein. In den vielen Restaurants und Cafés kann man die einzigartige Atmosphäre des Ortskerns genießen. Direkt in der Fußgängerzone liegt die barocke Pfarrkirche St. Peter und Paul und das Geigenbaumuseum. Es lohnt sich dieses kleine Museum mit einem Spaziergang durch den Ort zu verbinden und mehr über Geigenbauer, Künstler und Mittenwalder Geschichte zu erfahren. Wer den Ort nicht auf eigene Faust erkunden will, kann sich einer Orts- oder Lüftlmalereiführung anschließen und sich die Geschichte des Marktes Mittenwald einfach erzählen lassen.

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