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Im Vordergrund das typische Fleckergewand - Traditionelles Faschingstreiben rund um Mittenwald, Krün und Wallgau., © Alpenwelt Karwendel | Wera Tuma

Maschkera – Von Schellenrührern und Fleckerlg'wand

Von Dreikönig bis Faschingsdienstag ziehen Maschkera durch den Süden Bayerns. Für die vielen verschiedenen Figuren mit Holzmasken ist die Alpenwelt Karwendel bekannt.

Alpenwelt Karwendel – In und um Mittenwald geht man seit Jahrhunderten zur Faschingszeit „Maschkera“, um den Frühling aufzuwecken. Dabei ziehen Männer hinter handgeschnitzten Larven (Masken) durch die Gassen. Höhepunkt ist stets der „Unsinnige“ Donnerstag, der 2026 auf den 12. Februar fällt.

Dann pünktlich zum Zwölf-Uhr-Läuten kommen die berühmtesten Maschkera, die „Schellenrührer“ ins Ortszentrum: 12 Männer – stellvertretend für die 12 Monate – hüpfen in kurzen Lederhosen und weißen Hemden durch die Alpenwelt-Orte. Bei jedem Sprung schellen die schweren Ochsenglocken an ihren Hüften.

Von den traditionellen Maschkera-Figuren, die sich nach diesem Auftakt dazugesellen, sticht eines besonders ins Auge: das Fleckerlg’wand, das sich von Kopf bis Fuß in bunte Stoffflecken gehüllt zeigt. Ob als Goaßlschnalzer, Angler oder Musiker - es gilt als eine der ältesten Figuren. „Früher hat man oft alte Dirndlschürzen zu Fleckerl zerrissen“, erzählt Theresia Ostler, die schon seit über 40 Jahren Fleckerlg’wänder näht.

Bärentreiber, Pfannenzieher oder Jacklschutzer - in Mittenwald sind neben dem Fleckerlg’wand viele weitere traditionsreiche Figuren und Gruppen zu sehen. Für alle Maschkera gilt: Kopftuch oder Stoffwindel über Haare und Ohren, Larve aufsetzen und auf jeden Fall unerkannt bleiben.

Im Veranstaltungskalender steht alles zum Maschkeratreiben, wie die traditionelle „Gungl“ – beliebter Treffpunkt der Maschkera in Wirtshäusern der Alpenwelt.

Höhepunkte im Faschingskalender 2026 können Sie auch diesem Artikel im Garmisch-Partenkirchner Tagblatt entnehmen.

Hier sind einige freie Fotos zum Download, bitte um Beachtung der Copyrights.

Lesen Sie mehr zu den Maschkera.

Hier ist der kurze BR-Filmbeitrag über die "Gungl", wo die Maschkera gern unerkannt die Frauen zum Tanz bitten.

Hintergrund

Die Maschkera-Tradition der Alpenwelt Karwendel stammt aus vorchristlicher Zeit. Das Ende der Rauhnächte am Dreikönigstag steht für den Wendepunkt, ab dem die Natur allmählich wieder erwacht. Das Maschkera-Treiben sucht, Schwermut und Dunkelheit des Winters zu vertreiben, und schürt die Vorfreude auf den Frühling und mehr Licht.
 

Kontakt:
Alpenwelt Karwendel Tourismus GmbH, Mittenwald, Tel. 08823 / 33 9 81,
E-Mail: info@alpenwelt-karwendel.de – www.alpenwelt-karwendel.de

Verwendung

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+49(0) 8823 33904
j.mueller@alpenwelt-karwendel.de

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