Im Frühjahr, meist Ende April oder Anfang Mai, beginnt die Arbeit auf den Bergwiesen. Bevor das Gras kräftig zu wachsen beginnt und die erste Mahd ansteht, werden die Wiesen sorgfältig von Hand gesäubert.
Mit Rechen werden Zapfen, Laub, kleine Äste und Steine entfernt, die sich über den Winter auf der Wiese angesammelt haben. Auch die Erdhaufen der Wühlmäuse, die sogenannten „Koathaufen“, müssen verteilt werden. Dafür verwendet man die „Gagel“, ein einfaches Werkzeug, mit dem die Erdhaufen auseinandergezogen und wieder gleichmäßig auf der Wiese verteilt werden.
Diese Arbeit ist wichtig, damit das Heu bei der späteren Mahd sauber bleibt und als hochwertiges Futter für die Tiere verwendet werden kann. Gleichzeitig trägt die regelmäßige Pflege dazu bei, die traditionelle und artenreiche Kulturlandschaft des Oberen Isartals zu erhalten.