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„Odl“
Mundartweg Krün 6, © Alpenwelt Karwendel | mauritius kreativ

Und hier nochmal auf Hochdeutsch:

Im Frühjahr und im Herbst riecht es auf dem Land ganz besonders – dann ist Zeit zum Odel also die Gülle zu fahren. Der Odel, das sind die Ausscheidungen der Kühe, die im Stall gesammelt werden. Die Gülle wird mit dem Güllefass auf die Wiesn und Felder ausgebracht. Früher hat man das mit Pferdewagen gemacht, heute fahren große Traktoren mit Fässern über die Felder. 

Und warum macht man das? 

Weil in der Gülle viele Nährstoffe drin sind, die die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Das ist natürlicher Dünger, der die Wiesn fruchtbar macht. So wächst das saftige Gras, das die Kühe dann wieder fressen – ein richtiger Kreislauf! 

Der Geruch ist zwar nicht jedermanns Sache, aber für die Bauern ist die Gülle wertvoll wie Gold. Ohne sie gäbe es kein gutes Heu und keine gute Ernte. 

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