„Huizer Koubl“


Und hier nochmal auf hochdeutsch:
Der „Huizer Kobel“ war ein einfacher Unterstand und Regenschutz in Form einer Nurdachhütte. Er wurde aus Stangen und Rindenstücken gebaut. Davor konnte zum Wärmen ein Feuer entzündet werden. Gedeckt wurden die Hütten mit großen Rindenbahnen, den „Lejftn“, die beim Schälen der Bäume anfielen.
Ganz hinten befanden sich die Schlafplätze. Dabei handelte es sich um einen Holzrahmen, der mit einer Unterlage aus Fichtenzweigen, den „Daxen“, ausgefüllt wurde. Darauf kamen Laub, Heu oder Stroh. Geschlafen wurde in den Kleidern und zugedeckt mit dem „Wejdafleik“, dem Lodenmantel, den man auch bei der Arbeit im Wald trug.
In der Mitte der Hütte erstreckte sich der Länge nach eine aus Steinen gebaute Feuerstelle. An beiden Seiten wurden Bänke aus Baumstämmen gezimmert.
Um die Lebensmittel vor Mäusen zu schützen, hängte man die Säckchen mit den Vorräten am Dachrahmen auf. Jeder Holzarbeiter hatte seine eigene Pfanne, in der er sein Hauptnahrungsmittel, das „Muas“ beziehungsweise den „Holzerschmarrn“, zubereitete.