„Bamstodl“


Und hier nochmal auf hochdeutsch:
Das gemähte Gras wurde nach dem Trocknen als sogenanntes "Wiesheu" im Stadl als Wintervorrat für die Tiere im Tal gelagert und vor der Witterung geschützt. Vor der Motorisierung war der Weg zu diesen Wiesen oft weit und beschwerlich, deshalb wurden die "Wiesmahdstadl" errichtet.
Die Bamstodl gehören zur Kulturlandschaft rund um Mittenwald, im Werdenfelser Land und im benachbarten Tirol. Sie wurden für die sogenannte "Wiesmahd" gebaut, die schon im Jahr 1406 zum ersten Mal erwähnt wurde. Diese Wiesmahdstadl werden teilweise auch heute noch genutzt und stehen auf den meist höher gelegenen, unebenen und steilen Wiesen der Bauern.
Die Bamstadl sind einfach gebaut. Sie stehen auf großen Steinen. Darauf liegen dicke, kaum bearbeitete Baumstämme übereinander. Die Stämme sind an den Ecken so ineinandergelegt, dass die Wände auch ohne Nägel halten.
Zwischen den Stämmen gibt es kleine Lücken. So kann die Luft durch den Stadl ziehen und das Heu kann noch nachtrocknen und wird ständig belüftet.
Typisch für die Bauweise in Mittenwald sind auch die leicht geneigten Wände. Sie helfen dabei, dass Regenwasser gut abtropfen kann. Im Winter kann der Schnee außerdem nicht so leicht an den Wänden liegen bleiben. Die besondere Form der Wände leitet auch das Gewicht des Daches sicher nach unten ab.
So sind die Bamstadl einfach, praktisch und gut an das Leben in den Bergen angepasst.