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Rund um Mittenwald, Krün und Wallgau finden Sie schöne und urige Almen mit Aussichten der Extraklasse!, © Alpenwelt Karwendel | Wolfgang Ehn

Hütteneinkehr und Corona?

Wie arrangieren sich erfahrene Hüttenwirte mit den Hygieneregeln? – Hier sind Statements und Beispiele von Wirten aus der Alpenwelt Karwendel.

Ederkanzel (1208 m)

Das Bergasthaus von Wirt Klaus Tiefenbrunner ist ein Sonderfall: Die Ederkanzel liegt genau an der bayerisch-Tiroler Grenze. Vor der Terrasse steht das Schild „Staatsgrenze“ – das sonst eher für Humor sorgt. Bis Mitte Mai sorgte es eher für Stress beim Wirt, weil ein Teil des Außenbereichs auf Tiroler Flur steht. Die unterschiedlichen Corona-Regeln erforderten viel Flexibilität und Aufwand. Doch jetzt sind Deutschland und Österreich wieder auf einer Linie. Der Zollstock – für die Abstandsmessung - bleibt trotzdem Tiefenbrunners ständiger Begleiter. „Bisher läuft es gut“, sagt er. Drinnen haben nur noch ein Drittel der Gäste Platz. Draußen bleibt die Anzahl der Tische gleich, doch wir haben sie rund ums Haus verteilt. Die Bedienung muss halt mehr laufen“, nimmt Tiefenbrunner es mit Humor.
Die Ederkanzel erreicht man von Mittenwald aus in Richtung Süden.

Kontakt: Klaus Tiefenbrunner
Tel. 08823/1681 oder 0171/2952559

Mittenwalder Hütte (1518 m)

Die erste Saison wird der neuen Hüttenwirtin Jeannette Lorenz in Erinnerung bleiben: „Wir haben draußen großzügig bestuhlt. Um mehr Sitzfläche zu schaffen, haben wir am Spielplatz eine Schaukel abmontiert. So haben wir insgesamt 13 Tische. Die Leute nehmen die Selbstbedienung an, verhalten sich recht vernünftig und setzen brav die Maske an der Durchreiche auf. Ansonsten ist alles wie immer: Wir setzen auf regionale Produkte und arbeiten ausschließlich mit Dinkelmehl“. Corona hat auch Gutes bewirkt: „Wir haben die Zeit genutzt, endlich den Weg zur Hütte mit Steinen und Holz zu erneuern. Die Stufen sind nicht mehr so steil, so ist das Wandern angenehmer.“
Die Mittenwalder Hütte trägt – wie die Brunnsteinhütte - die DAV-Siegel „So schmecken die Berge“ und das DAV-Umweltsiegel.

Kontakt: Jeannette Lorenz: Tel: 0151 173 031 18.
https://www.mittenwalderhuette.de/

Brunnsteinhütte (1560 m)

Hans-Peter Gallenberger, Hüttenwirt der DAV-Hütte südlich von Mittenwald ist „total entspannt. Ich bin froh, dass wir so früh aufmachen durften. Das Außengeschäft haben wir sehr gut im Griff.“ Auch er hat den ruhigen April zum Renovieren genutzt. „Gut, dass ich gelernter Zimmerer bin!  Wir haben das Dach gestrichen, Fensterläden renoviert, den Weg zum Hang hin neu verlegt, ein neues Geländer und Bänke in den Hang hinein gebaut, dann ist das Sitzen draußen ein bissl entspannter.“ Und ein Lager wurde in zwei Zimmer umgebaut. A propos Zimmer: „Familien dürfen auch jetzt gern in einem unserer fünf Zimmer übernachten. Da wir die Betten nicht jeden Tag neu beziehen können, haben wir uns eine Lösung überlegt: Jeder bringt Kopfkissenbezug, Leintuch und Schlafsack selbst mit. Um den Familien das Heraufschleppen des Bettzeugs zu ersparen, fährt ausnahmsweise jeden Abend um 18 Uhr die Materialseilbahn für das Zusatzgepäck. Unsere drei Schafe und Esel Frederico sind schon hier oben. Wir sind schließlich Teil des DAV-Programms „Mit Kindern auf Hütten“. Ende Mai hat Gallenberger übrigens den Mittenwalder Klettersteig mit Bergwacht-Kameraden vom Schnee freigeschaufelt.
Zur Brunnsteinhütte gelangt man vom Isartal hinauf oder am Rückweg vom Mittenwalder Klettersteig bzw. Heinrich-Noé-Steig. Übernachtung nur mit Anmeldung.

Kontakt: Hans-Peter Gallenberger: Tel: 0172 890 9613
http://www.brunnsteinhuette.de/

Maxhütte, Wallgau (1022 m)

„Manchmal ist es anstrengend, wenn Gäste nicht verstehen wollen, dass sie Mundschutz tragen müssen“, gibt Wirtin Claudia Krüner zu. „Draußen haben wir genügend Platz. Aber innen sind es statt bisher sieben nur drei Tische. Allerdings haben wir im Schnitt nur den halben Umsatz im Vergleich zu normalen Tagen. Dabei sind wir wie immer zu dritt, bräuchten aber eigentlich eine 4. Person, die alle Hygiene-Maßnahmen umsetzt. Naja, um uns die Arbeit ein bissl zu erleichtern, haben wir vorübergehend auf Selbstbedienung umgestellt. Insgesamt haut alles eigentlich ganz gut hin“, so Krüner. Sie trägt übrigens Mundschutz mit Kussmund. (Foto)
Die Maxhütte erreicht man zum Beispiel über den Magdalena-Neuner-Weg ab Wallgau.

Kontakt: Claudia & Hans Krüner
Tel: (08825) 1582 oder 2200

Auhütte (852 m)

Beate Lössl von der Auhütte wirkt von den Hygienemaßnahmen „gar nicht genervt“. Sie bäckt Brot wie gewöhnlich. „Wir setzen halt alles einfach um. So sind die Tische weit genug auseinander, und wir haben ein Gästebuch ausliegen. Wenn die Gäste kommen oder zur Toilette gehen, müssen sie Mundschutz tragen. Falls jemand nix dabei hat, haben wir Einweg-Mundschutz da. Ich selber servier und kassier‘ mit almtauglichem Mundschutz, mit Blumen, Vögerl drauf oder kariert. Ich hab' gleich ein paar zum Wechseln. Martl ist allein in der Küche, da braucht er keinen. Schade ist, dass die Leute unser Gesicht nicht sehen. Wir wollen uns gar nicht dran gewöhnen und hoffen auf Lockerungen, wenn die Zahlen weiterhin passen. Auch die Einheimischen wirken sehr zurückhaltend und vorsichtig. Ich denke, das dauert etwas, bis sie wieder auf den Geschmack kommen.“ Noch etwas ist anders dieses Jahr: Hinter der Auhütte sind keine Schweine mehr, sondern Puten, Enten und Gockel.
Die Auhütte in den Isar-Auen erreicht man in einem 20-Minuten-Spaziergang von der Isarbrücke in Wallgau.

Kontakt: Beate Lössl & Martin Kraus
Tel: 0176 810 084 72

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