50 Jahre Karwendelbahn in Mittenwald

Die erste Gondel der Karwendelbahn schwebte 1967 auf Initiative eines Münchner Metzgereibesitzers auf 2.244 Meter. Anlässlich ihres 50ers lädt Deutschlands zweithöchste Bergbahn im Juni 2017 zu Jubiläumsfeier und -wochenende.

Mittenwald – Die Karwendelbahn AG im bayerischen Mittenwald feiert am
7. Juni sowie am darauf folgenden Wochenende ihren 50. Geburtstag. Das Jubiläum wird mit einem ökumenischen Gottesdienst an der Bergstation eröffnet, danach heißt Vorstand Patrick Kenntner die Gäste willkommen. Jeweils ab 10 Uhr 30 startet eine Technik-Führung in der Talstation, bei der man Interessantes über Bau und Funktion der Karwendelbahn erfährt. Oben am Berg erklingt nachmittags heimische Livemusik. An allen drei Tagen um 15 Uhr nimmt ein Karwendelkenner die Besucher mit auf eine launige Rundblick-Führung, bei der er auch die bewegte Geschichte der Bahn Revue passieren lässt. Darüber hinaus bietet die Bergwacht Mittenwald am Jubiläumswochenende geführte Klettersteig-Kurse und einen Flying-Fox in luftiger Höhe an.

Die Vorgeschichte der Karwendelbahn begann etwa ab den 1930er-Jahren. Scharenweise kamen damals Bergliebhaber oft per Sonderzug aus München nach Mittenwald, um im Dammkar Ski zu laufen. Dort wo Freerider sich heute auf Deutschlands längster Skiroute austoben, fanden mehrfach die bayerischen Skimeisterschaften statt. Damals stapften Tausende mit geschulterten Holz-latten und Leinenrucksack das schneesichere Kar hinauf und schrieben als legendärer „Dammkarwurm“ Ski-Geschichte. (Genau dieses Bild stellte Outdoor-Ausrüster Mammut 2012 bei seinem „150 peaks project“ mit Fans nach.) Oben erwartete die Bergsportler eine Eisbar inmitten der Bergkulisse. Die Idee, von Mittenwald eine Seilbahn ins Karwendel zu bauen, lag nahe.

1954 gründete der Münchner Großmetzgereibesitzer Hans Hoffmann die Karwendelbahn GmbH. 2,5 Mio. DM Baukosten wurden für den Bau der Seilbahn veranschlagt, ab 1957 sollte sie fahren. Doch durch schwieriges Gelände und Finanzprobleme drohte dem Projekt das Aus. Am 7. Juni 1967 schwebte endlich doch die erste Gondel bergwärts. Nach und nach baute man Wege aus, 1973 erklommen die ersten Alpinisten den Mittenwalder Höhenweg. Für den Skibetrieb wurde Mitte der 1970er Jahre der gefährliche Übergang von der Bergstation ins Dammkar durch den Fußgängertunnel ersetzt.

Bevor die Karwendelbahn am Welttag der Berge 2011 mit neuen „Kristallgondeln“ in den Winterbetrieb startete, sorgte 2008 ein einmaliger Schulterschluss aus Bergbahn und Naturschutz für Aufsehen: Das Naturinformationszentrum „Bergwelt Karwendel“ in Form eines überdimensionalen Fernrohrs. In heimisches Lärchenholz gekleidet ragt es seither über die Felskante, 1300 Meter tief blickt man aus ihm ins Tal der Isar, die wenige Kilometer südlich, im Tiroler Naturpark Karwendel, entspringt. Seltene Alpenschneehühner leben rund um die „Bergwelt Karwendel“. Drinnen im Fernrohr ermöglichte die Allianz Umweltstiftung eine kleine interaktive Ausstellung über das Hochgebirge, inklusive virtuellem Donnerwetter.

Draußen beginnen direkt an der Bergstation der einstündige Panoramarundweg und der Mittenwalder Klettersteig. Auf der mittelschweren, aber langen Tour können Schwindelfreie und Trittsichere acht Zweitausender mitnehmen und über die Brunnsteinhütte absteigen. Oben an der Karwendelbahn wird übrigens auch gern geheiratet: Mittenwald betreibt auf 2244 Meter eine Außenstelle seines Standesamtes.

Hier geht's zu Details der Geschichte der Karwendelbahn.

Mehr zu Freeride und Geschichte von Deutschlands längster Skiroute:

Im TV-Beitrag vom 19. März 2017 berichtete der BR über legendäre Skifahrer im Dammkar, unter anderem den Mittenwalder Skilehrer Max Rieger.

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Die Bergbahnen in der Alpenwelt Karwendel und in der näheren Umgebung sind perfekte Ausflugsziele für Urlaubsgäste in Mittenwald, Krün und Wallgau. Genießen Sie die Vielfalte der Bergwelt in der Region sowie unvergessliche Ausblick auf umliegende Gebirgszüge., © Rudolf Pohmann Naturinfozentrum
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