Eingebettet in eine dramatische Bergkulisse wirken die Buckelwiesen selbst eher sanft und verträumt. Die gebuckelte Oberfläche ist vermutlich durch Frostwirkungen und Verkarstung am Ende der Eiszeit entstanden. Als eine der letzten großflächigen mitteleuropäischen Mähderlandschaften prägen sie ein idyllisches Erholungsgebiet und stellen überdies ein sehr seltenes, nutzungsgeschichtliches Dokument dar. Beträchtliche Teile werden auch heute noch traditionell bewirtschaftet: So werden Buckelwiesen nicht gedüngt und meist in der zweiten Junihälfte mit der Sense geschnitten. Manche sind derart mager, dass man sie nur jedes zweite Jahr nutzen kann.
Die „Wiesmaht“ wurde bereits 1406 urkundlich erwähnt, dürfte jedoch noch viel älter sein, denn im Alpenraum brauchte man für die Stallhaltung in den langen, schneereichen Wintern einen großen Futtervorrat. Hierzu wurden Wälder, die teilweise schon durch Weidetiere aufgelichtet waren, gerodet und in Wiesen umgewandelt. Die extreme Nährstoffarmut und die buckelungsbedingte Vielfalt an Kleinststandorten ermöglichen eine überwältigende Blütenpracht und beherbergen mehr als 200 Pflanzenarten. Auf grasigem Grund stehen: stengellosen Einziane, Mehlprimel, Berg-Hahnenfuss, Habichtskraut, Brillenschötchen, auf Schottergrund Silberwurz, Kugelblume, Gamander, Alpenflachs, auf Heideboden Wetterdistel, Steinrösl, Fliegenragwurz, Alpenbuchs;
Auf Wiesen stehen: Dunkle Akelei, Büschelnarzissen, Brandknabenkraut, Heilziest unter vielen anderen auch Gräsern und Moosen.
Es lohnt sich also die Buckelwiesen genauer unter die Lupe zu nehmen.









