Geisterklamm und Buckelwiesen - Wandern zu Naturschauspielen auf drei Etagen

Sanfte Buckelwiesen, kleine Seen wie „Himmelsaugen“, die wilden Isarauen oder die sagenhafte Geisterklamm…- Naturschauspiele kann man in der Alpenwelt Karwendel viele erwandern. Bergfreunde kürten die Region um Krün, Wallgau und den Geigenbauort Mittenwald bereits vor fünf Jahren zur besten Wanderregion Deutschlands, vor allem für ihr abwechslungsreiches 700-Kilometer-Wegenetz auf drei „Etagen“. Von Barfußpfad bis Klettersteig reicht die Palette, dazu kommen rund 30 Hütten oder Almen und der „Magdalena-Neuner-Panoramaweg“ zu Ehren der besten Biathletin der Welt.

Knapp eineinhalb Stunden südlich von München liegen die Urlaubsorte Mittenwald, Krün und Wallgau. Zwischen Karwendel-, Wetterstein-, Soiern- und Estergebirge sind sie im weiten Tal der Isar eingebettet, die kurz vor Mittenwald entspringt. Rundherum leuchten zehn kleine Seen von der Wanderkarte, Souvenirs der Eiszeit oder „Himmelsaugen“, wie der Volksmund sie nennt. Das Wanderangebot der Alpenwelt Karwendel erstreckt sich quasi auf drei Etagen, von Spazierwegen über Seenwanderungen, Isartrails, Hüttentouren, rauschenden Klammerlebnissen bis hin zum Mittenwalder Klettersteig. Rund 30 Almen und Hütten für eine zünftige „Brotzeit“ in jeder Höhenlage sind in Wander- oder Fahrrad-Reichweite. Dank der traditionellen Ziegen- und Schafweidewirtschaft und vieler Schutzgebiete ist die Natur hier besonders artenreich und reizvoll.

Besonders bei Wanderungen in der ersten „Etage“ genießt man die Blütenpracht, von den Krokussen im März bis zu den Herbstzeitlosen im Oktober. Im Tal auf 900 Meter Seehöhe hat die Isar für Weite gesorgt. Nebel ist hier selten. Die Favoriten gemütlicher Wanderer und Spaziergänger sind der Drei-Seen-Weg, die Tour zum Gletscherschliff bei Mittenwald und der seit 2013 neue „Magdalena-Neuner-Panoramawanderweg“, den Wallgau seinem Biathlon-Weltstar gewidmet hat. Ebenfalls neu ist der Isar-Natur-Erlebnisweg in Krün, wo man auf interaktiven Stationen einen der letzten Wildflüsse Bayerns spielerisch entdecken kann. Ein Geheimtipp für Naturliebhaber und Familien ist das sanfte Auf und Ab „durch die Buckelwiesen“, eines der Top-100-Biotope Bayerns: Auf dem Weg liegen der Schmalensee, die Goas-Alm, eine beliebte Einkehr, wo es aus der Milch „glücklicher Ziegen“ sogar Eis gibt, die romantische Kapelle Maria Rast, Krün am Isarufer, dem man bis Wallgau folgt. Noch mehr Einsteiger- und Familientouren führen über drei Geo-Wanderwege - inklusive Bayerns 1. Kieselsteinlehrpfad - für kleine und große Hobby-Geologen und durch Schluchten. Dabei ist vor allem die Leutascher Geisterklamm mit dem sagenumwobenen Klammgeist ein Muss für Familien mit Kindern. Auf Metallstegen wandert man über der tosenden Leutascher Ache.

Ebenfalls Außergewöhnliches bietet eine Wanderung auf der zweiten Etage, etwa am 1391 Meter hohen Kranzberg. Auf diesem Parade-Aussichtsberg kann man am Barfußwanderweg seinen Füßen ein Erlebnis gönnen oder das „Panoramakino“ auf Ruheliegen genießen. Nostalgie kommt am Einer-Sessellift von 1950 auf, mit dem man den Aufstieg zum Kranzberg auf 15 Minuten verkürzen kann. Als Geheimtipp unter den Aussichtsbergen in Bayern gilt der Simetsberg bei Wallgau. Zwar muss man sich das Glück mit einem etwa vierstündigen Anstieg verdienen. Der Blick ab der Simetshütte und das Gipfelpanorama sind an klaren Tagen die Mühe aber wert: Die Sicht reicht oft bis München und zum Starnberger See. Der Wallgauer Trachtenverein gab sich übrigens 1921 den Namen „D'Simetsbergler“ und errichtete 1948 am Gipfel ein Holzkreuz zum Gedenken an ihre gefallenen Mitglieder. Jedes Jahr findet dort im Herbst ein Berggottesdienst statt, viele weitere erlebt man zum Beispiel am Lautersee oder hoch oben am Karwendel. In mittlerer Höhenlage finden Wanderer nicht nur gute Aussicht, sondern auch die meisten Almen. So führt etwa eine Tour durch die Finzbachklamm zur Finzalm. Von dort kann man auch zur Wallgauer Alm und noch weiter zur Krüner Alm wandern, die als Bilderbuchmotiv unter Bergfotografen gilt. Die Gäste schätzen das Panorama bis zur Zugspitze, aber auch die deftige Brotzeit aus Speck, Käse und pikanten Kaminwurzen. Die meisten der Almen und Hütten haben je nach Witterung bis mindestens Mitte September - die Zeit der Almabtriebe und Bauernwochen - geöffnet.

Die „dritte Etage“ der Alpenwelt Karwendel erlebt man auf der Wanderung zur Hochlandhütte (1623 Meter), die Philosophin Irmtraud Dressel-Kasy bewirtschaftet, oder auch bei der Tour zur Brunnsteinhütte. Auf deren Terrasse über den Dächern Mittenwalds stolziert ein Pfau herum, der dem Hüttengockel die Schau stiehlt, und die Abendsonne bleibt lange. Hüttenwirt Hans-Peter Gallenberger gilt übrigens als Musterknabe, seine Hütte trägt das Umweltsiegel des Deutschen Alpenvereins. Auch auf den Spuren seiner Majestät, Ludwig II. von Bayern lässt sich auf Etage Drei wandern. Von Krün oder Wallgau erreicht man das heutige Soiernhaus (1613 Meter). Dort kann man etwa bei mehrtägigen Hüttenwanderungen übernachten oder zu einem halben Dutzend Gipfel starten. Der „Märchenkönig“ zog sich gern mit Dienerschaft und feudalen Speisen in das ehemalige Jagdhaus seines Vaters zurück, um dem Naturschauspiel in den Bergen zu frönen. Bei Mondschein ließ er sich angeblich sogar auf seinem Boot „Tristan“ über einen der smaragdgrünen Soiernseen rudern, die etwas unterhalb der Hütte liegen. An der Bergstation der Karwendelbahn auf 2.244 Metern schließlich taucht man in die faszinierende Welt des Hochgebirges ein. Deutschlands höchstgelegenes Naturinformationszentrum schwebt wie ein Riesenfernrohr an der Felskante. Von der über 30 Quadratmeter großen Panoramascheibe blickt man ins Tal. 1000 Meter tiefer schlängelt sich die Isar durch Mittenwald, Krün und Wallgau, umrahmt von Ausläufern des Zugspitzmassivs und dem Nördlichen Karwendel selbst. Hier oben können auch Ungeübte auf dem Panoramarundweg bis zur Grenze zwischen Tirol und Bayern wandern. Trittsichere steigen durch das Dammkar mit Rast an der Dammkarhütte ins Tal. Auf den Mittenwalder Klettersteig sollten sich nur Schwindelfreie mit großer Ausdauer wagen. Dort turnt man - meist an Drahtseilsicherungen - über acht Zweitausender.

Wer Gesellschaft liebt, bucht einen Bergführer oder nimmt an einer der geführten (auch Themen-) Wanderungen teil, die dienstags, donnerstags und freitags stattfinden. Die beiden Wander-Pauschalen „Gipfel-Sammler“ oder „Kletter-Max“ sind in den Unterkünften oder Tourist-Informationen zu buchen.

Anfahrt: Die Alpenwelt Karwendel erreicht man direkt per Bahn. Mittenwald wird ebenso wie Krün/Klais stündlich aus den Olympiaorten Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck angesteuert. Vor Ort fährt der Wanderbus zwischen Mai und Oktober zu den schönsten Routen; Urlauber mit Gästekarte fahren kostenlos, der Rest löst ein Tagesticket. Almbusse verkürzen so manchen Auf- und Abstieg.

Infos / Karten:
Wanderkarte der Alpenwelt Karwendel (EUR 2,50)
Panorama-Wanderkarte der Alpenwelt Karwendel (EUR 3,50)

Kontakt:
Alpenwelt Karwendel Mittenwald Krün Wallgau Tourismus GmbH
Postfach 248, D-82477 Mittenwald, Tel. +49-8823-33 981
E-mail: info@alpenwelt-karwendel.de
Internet: www.alpenwelt-karwendel.de

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Medien-Kontakt für Interviewpartner, Fotos in hoher Auflösung und bei weiteren Fragen: Andrea Schmölzer von peak pr, Tel: +49-8151-773 773, E-mail: schmoelzer@peak-pr.de

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Wandern mit Panorama zu den zahlreichen Seen in der Alpenwelt Karwendel, © Michael Ortkraß Wildensee
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Wandern im Urlaub mit gemütlicher Rast mit Blick auf die Alpenwelt Karwendel in Krün - Wallgau - Mittenwald, © Jens Palfi Wanderbrotzeit
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Bergwanderun-Krapfenkargrad, © Christoph Schober Bergwanderun-Krapfenkargrad
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